Weil Zukunft Pflege und Pflege Zukunft braucht!

Pflege ist ein zentrales Thema unserer älter werdenden Gesellschaft. Laut der letzten offiziellen Pflegestatistik von 2015 gibt es 2,9 Millionen Pflegebedürftige. Mittlerweile ist die Zahl auf rund 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen gestiegen. Um sie zu versorgen, arbeiten schon heute mit einer Million Beschäftigten mehr Menschen in der Pflege als in der deutschen Automobilindustrie. Aufgrund des demografischen Wandels wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen und auch der Beschäftigten bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln. Pflege in Deutschland braucht Zukunft – weil eine Zukunft ohne Pflege nicht funktioniert.

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) ist seit 2009 die politische, wirtschaftliche und tarifliche Interessensvertretung der namhaftesten und umsatzstärksten Unternehmensgruppen der deutschen Pflegewirtschaft.

Er tritt für die Geschlossenheit der Branche ein und kooperiert mit den wesentlichen Vertretern der Sozialwirtschaft und branchennahen Unternehmen.
Der gemeinsame Umsatz liegt bei rund zwei Milliarden Euro. Die Mitglieder des Arbeitgeberverbands Pflege setzten sich gemeinschaftlich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Altenpflege und für neue Wege bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften ein.
Der Arbeitgeberverband Pflege ist berufenes Mitglied der Pflege-Mindestlohn-Kommission des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

PresseInformationen

Die Kosten in der Altenpflege laufen gefährlich aus dem Ruder: Da schrillen sämtliche Alarmglocken

In einem atemlosen Tempo haben der frühere Gesundheitsminister Hermann Gröhe und sein Pflegestaatssekretär Karl-Josef Laumann eine Pflegereform nach der anderen durchgepeitscht. Jens Spahn holt jetzt die üppige Wundertüten-Politik der beiden Vorgänger mit Gewalt ein. Mit der bösen Folge: Die Kosten für die Pflege laufen völlig aus dem Ruder. Und die Bundesbürger müssen wieder einmal mehr bezahlen.

Wir erinnern uns: Nach dem Pflegestärkungsgesetz I und II folgte schließlich das Gesetz Nummer III, das dann auch besonders üppig und kostspielig ausfiel. Viele Milliarden Euro teurer als von Gröhe und Laumann berechnet. Jens Spahn wollte als Folge dieser rasanten Teuerung die Beitragssätze für die Pflege vor Wochen zunächst um 0,2 Prozentpunkte erhöhen, vergangene Woche war dann schon von 0,3 Prozentpunkten die Rede – macht 4,3 Milliarden mehr in den Pflegekassen. Dabei hatte das Gespann Gröhe/Laumann immer wieder versprochen, bis 2022 sind die Beiträge sicher. Und alles deutet jetzt darauf hin, dass auch die avisierten 0,3 Prozentpunkte mehr nicht reichen werden. Von den Kassen werden aktuell schon 0,5 Prozentpunkte mehr genannt.

Dazu Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege: ,,Die Bürger, die viel Steuern und Beiträge zahlen, werden hinters Licht geführt. Herr Laumann, der uns das alles mit eingebrockt hat, fordert nun – vermutlich ohne rot zu werden -, es müsse ein flächendeckender allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die Altenpflege in ganz Deutschland her, am besten auf der Grundlage des TVöD. Und wer soll diese neue Milliarden-Segnung bezahlen? Die Pflegebedürftigen und/oder ihre Angehörigen? Die Steuerzahler? Oder die Pflegekassen? Dann müsste der Pflegebeitragssatz erneut kräftig angehoben werden. Schon im laufenden Jahr werden die Pflegekassen wegen der vielen ,,Segnungen“ ein Minus von 3,5 Milliarden Euro einfahren. Auch sind die einst stolzen Reserven der Pflegekassen von 9,4 in 2016 inzwischen auf 3,8 Milliarden in 2018 Euro weggeschmolzen. Da wird einem angst und bange. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sogenannte ,,Pflegeexperten“ auch noch die Personalschlüssel der 16 Bundesländer in der Altenpflege anpassen wollen, was auch sehr viel Geld kosten wird. Obendrein werden für die nächsten Jahre weiter steigende Hilfeempfängerzahlen in einer Größenordnung von 160.000 pro Jahr erwartet. Da schrillen sämtliche Alarmglocken, weil da was aus dem Ruder läuft.“

PRESSEMITTEILUNG Kosten der Altenpflege-20062018

PresseInformationen

Präsident Thomas Greiner heute Studiogast bei Hart aber Fair

Die Sendung beginnt um 21.00-22.15 Uhr auf Das Erste.

Notstand bei der Pflege – was ist jetzt zu tun?

Waschen, Windeln, Essen geben im Minutentakt und kaum Zeit für Gespräche – warum wohnt der Stress in so vielen Heimen? Und zu Hause: Wer hilft den pflegenden Angehörigen auf der Langstrecke? Was muss passieren, damit die Pflege besser wird? Die Diskussion nach der Dokumentation!

Im Vorfeld um 20.15 Uhr läuft eine Dokumentation: Pflege: Hilft denn keiner

Film von Julian Gräfe, Jürgen Rose und Thomas Schneider.

Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Ihre Zahl steigt. Derzeit werden zwei Drittel der Pflegebedürftigen zuhause von ihren Angehörigen gepflegt, doch immer weniger Angehörige sind dazu bereit oder in der Lage, nicht zuletzt wegen des Armutsrisikos, das damit einhergeht. Zugleich fehlt es an Fachkräften in den Pflegeberufen. Der Film erzählt vom Kampf der pflegenden Angehörigen und von den Nöten professioneller Pfleger. Nicht zuletzt erklärt er, woran menschenwürdige Pflege oft scheitert. Aber die Doku zeigt auch Wege aus dem Notstand.

Die weiteren Studiogäste sind:

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Ruth Schneeberger,  Journalistin, Redakteurin der Süddeutsche Zeitung und SZ.de, pflegte ihre Mutter

Gottlob Schober, Magazinjournalist

Silke Behrendt, Altenpflegefachkraft

https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/video-notstand-bei-der-pflege–was-ist-jetzt-zu-tun-100.html

 

 

PresseInformationen

Hoffnung bei der geplanten generalistischen Altenpflegausbildung: Regierung geht auf Kritiker zu und verspricht Änderungen bei Reform

Die massive Kritik an der geplanten generalistischen Ausbildung zeigt offenbar Wirkung. Neben vielen anderen Kritikpunkten hatte der Arbeitgeberverband Pflege scharf kritisiert, dass Hauptschüler in Zukunft der Einstieg in eine Altenpflegeausbildung massiv erschwert bzw. unmöglich gemacht wird und sich dadurch die Ausbildungszahlen dramatisch verringern werden. Dass die Politik jetzt darauf reagiert und Korrekturen am Entwurf verspricht, ist ein erstes gutes Signal.

Der Arbeitgeberverband Pflege hatte immer wieder scharf kritisiert, dass die geplante generalistische Altenpflegeausbildung in ihren theoretischen Teilen völlig überzogen ist  und so auf Hauptschüler abschreckend wirkt, eine Altenpflegeausbildung zu beginnen bzw. diese erfolgreich zu beenden. Jetzt haben sich die Fachpolitiker von Union und SPD auf einen neuen Kompromiss verständigt. In der künftigen Ausbildung sollen die theoretischen Anforderungen erheblich weniger angehoben werden, so dass auch viele Hauptschüler weiter eine Chance haben.

Dazu Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege: ,,Unser harter Widerstand hat sich gelohnt. Besserung ist in Sicht. Schließlich geht es darum, die erfreulich hohen Ausbildungszahlen zu erhalten. Auch Hauptschüler waren und sind unverzichtbar, will man die großen personellen Herausforderungen in der Altenpflege meistern. Hier darf man die Politik auch mal loben, aber zugleich fragen: Warum nicht gleich so? Wir brauchen alles, nur keine überzogene Verwissenschaftlichung in der Altenpflegeausbildung. Aber es sind noch andere ärgerliche Fragen zu klären: Noch weiß niemand, wie die neue generalistische Ausbildung im Detail finanziert werden soll. Hier drohen verwirrend komplexe Strukturen, die viele, vor allem die kleinen Träger, überfordern dürften. Und nach wie vor ist das Ärgernis nicht befriedigend beantwortet, wie vor allem im ländlichen Raum die geplanten acht Praxisstationen während der Ausbildung bewältigt werden sollen. Was da geplant ist, ist der reine Wahnsinn. Viele Ausbildungsbetriebe werden dann nicht mehr ausbilden. Noch ist es nicht zu spät für massive Korrekturen. Und Politik sollte immer auch was mit Vernunft zu tun haben.“

PresseInformationen

Erneut Rekordzahlen bei Altenpflegeausbildung – Letzte

Chance, die geplante unsägliche ,,Generalistik“ noch zu stoppen

Die Altenpflege ist für junge Menschen ein absolut attraktiver Ausbildungsberuf. Das belegen die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes eindrucksvoll. Durch den Plan der Bundesregierung, eine generalistische Ausbildung in der Pflege einführen zu wollen, wird diese Erfolgsgeschichte massiv torpediert. Dann werden sich die Ausbildungszahlen womöglich halbieren, weil Hauptschüler kaum mehr eine Chance haben.  

Die gerade veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass im Herbst 2016 exakt 24 130 vornehmlich junge Menschen eine Ausbildung in der Altenpflege begonnen haben. Um diese tolle Zahl richtig würdigen zu können, muss man zudem wissen, dass die Zahl der Azubis in der Pflege somit innerhalb von zehn Jahren  – von 2006 bis 2016 – um 43 Prozent gestiegen ist. Nur böswillige Ignoranten können da behaupten, der Altenpflege-Beruf sei heute nicht attraktiv. Zum Erfolg beigetragen hat ganz sicher auch, dass die Ausbildungsvergütung zum Teil deutlich angestiegen ist und heute konkurrenzfähig zu anderen hochwertigen Ausbildungsberufen ist. Erfreulich zudem, dass immer mehr junge Männer sich für eine Pflegeausbildung entscheiden.

Dazu Friedhelm Fiedler, Vizepräsident vom Arbeitgeberverband Pflege: ,,Die aktuellen Ausbildungszahlen in der Altenpflege sind großartig. Sie sind und waren nur möglich, weil auch Hauptschüler immer die Chance hatten, diesen vielseitigen Beruf zu erlernen. Mit der geplanten generalistischen Ausbildung und ihren zum Teil völlig überzogenen theoretischen Anforderungen, werden sich künftig viele Hauptschüler abwenden und gleich was anderes machen wollen. Oder sie werden ihre Ausbildung zur examinierten Fachkraft nicht zu Ende bringen und dann als Pflegehilfskraft arbeiten. Wer das will, peitscht die ,,Generalistik“ durch. Und auch viele Altenpflegeheim-Betreiber werden künftig nicht mehr ausbilden wollen, weil die wahnsinnig komplizierte Ausbildungsorganisation vor allem für kleinere Betreiber viel zu kompliziert, zu teuer und personell zu aufwändig ist. Die Bundesregierung und vor allem Gesundheitsminister Jens Spahn betreiben in der Pflegeausbildung eine Hochrisikopolitik, die ihnen noch auf die Füße fallen wird. Für die Altenpflege wäre dies die blanke Katastrophe.“

PresseInformationen

Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte

Deutschlandweit einmalige Plattform für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung rund um die Themen zur Rekrutierung und Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte

Auf Initiative des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V. haben heute insgesamt sieben Gründungsmitglieder die Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländischer Pflegekräfte (kurz: BAGAP) gegründet. Die Gründungsmitglieder, u.a. die beiden Bundesverbände Arbeitgeberverband Pflege e.V. und der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. sowie die DEKRA Akademie, repräsentieren die Vielfalt der in der Rekrutierung und Beschäftigung beteiligten Organisationen. Als Sprecherin der BAGAP wurde Frau Isabell Halletz gewählt. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Mit der Gründung der BAGAP wird eine deutschlandweit einmalige Plattform für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung rund um die Themen zur Rekrutierung und Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte geschaffen. Die BAGAP versteht sich als übergeordnete Interessenvertretung für Pflegeeinrichtungen, Schulen und Weiterbildungsinstitutionen, in der Vermittlung tätige Unternehmen und Verbände. Sie ist Ansprechpartnerin für alle gesellschaftlichen Stakeholder der Politik und Wirtschaft.

„Mit der BAGAP nehmen wir uns viel vor. Wir wollen nicht nur die vielfältigen Themen im Bereich der Rekrutierung und Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte bündeln und bearbeiten und unsere Mitglieder unterstützen. Zwingend notwendig sind deutschlandweit einheitliche Regelungen zur Beschäftigung und Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte sowie den Prozess der Zuwanderung aus Drittstaaten für den Pflegebereich in einem Fachkräftezuwanderungsgesetz zu definieren. Damit hätten auch die Botschaften in den jeweiligen Drittstaaten eine einheitliche Entscheidungsgrundlage, denn 16 unterschiedliche Regelungen zur Zuwanderung und Anerkennung ausländischer Abschlüsse lassen alle Beteiligten verzweifeln, führen zu langwierigen Antragsverfahren und undurchsichtigen Entscheidungsprozessen“, so Isabell Halletz, Sprecherin der BAGAP.

Alle Aktivitäten der BAGAP sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dies betrifft sowohl die Prozesse der Gewinnung ausländischer Pflegekräfte, als auch die Berücksichtigung der Arbeitsmarktsituation in den Herkunftsländern und die Qualifikation der ausländischen Pflegekräfte. Dialogformate und Veranstaltungen sollen den Austausch aller Beteiligten fördern.

Pressemitteilung Gründung BAGAP