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Rheinland-Pfälzische Landesregierung lädt Arbeitgeber aus

03.07.2013 +++ Sozialminister Schweitzer schließt Arbeitgeberverband Pflege von der Gründungskonferenz zur Errichtung einer Landespflegekammer aus+++

 

Der Arbeitgeberverband Pflege hat angesichts der  Ankündigung von SPD Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, im Falle eines Wahlsiegs 125.000 neue Arbeitsplätze in der Pflege schaffen zu wollen, aufgehorcht.
Dazu Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverband Pflege: „Die Initiative von Peer Steinbrück ist grundsätzlich zu begrüßen. Der Kanzlerkandidat der SPD hat das Hauptproblem der Pflegewirtschaft klar benannt,den dramatischen Mangel an Pflegekräften“.
Um aber diese Herausforderung infolge des sich rasant entwickelnden Demographischen Wandels zu lösen, so Greiner, bedarf es nicht nur der Verstärkung der Erstausbildung, des Ausbaus der verkürzten Qualifikationsmöglichkeiten von Hilfs- zu Fachkräften und der Intensivierung der Umschulungen, sondern auch der Zuwanderung von Fachkräften aus EU und aus Nicht-EU-Staaten. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat den bundesweit tätigen Arbeitgeberverband Pflege von der am heutigen Mittwoch in Mainz stattfindenden ,,Gründungskonferenz“ zur Errichtung einer Landespflegekammer ausgeschlossen. „Es ist uns absolut unverständlich, wie eine Landesregierung Vertreter der Pflegewissenschaft, von Verbänden und Gewerkschaften einladen und die tarifgebenden Arbeitgeber außen vorlassen kann.

Zu einer Gründungskonferenz gehört es sich doch wohl, dass unterschiedliche Vertreter der Pflegewirtschaft an einem Tisch sitzen. Schließlich geht es um die Errichtung einer Berufskammer, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen betrifft“, so Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege.
Der Arbeitgeberverband Pflege behalte sich rechtliche Schritte gegen den Ausschluss von den Verhandlungen, der ihm gestern in einem Telefax von Sozialminister Alexander Schweitzer mitgeteilt wurde, vor.
„Es mutet provinziell an uns Arbeitgeber von den Gesprächen auszuschließen, nur weil wir uns kritisch zum Verfahren der Befragung von Pflegefachkräften und über die zu erwartende, hohen Zwangsabgaben geäußert haben. Diese Landesregierung ist nicht kritikfähig“, so Greiner.

 

Die größten privaten Pflegeunternehmen in Deutschland und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) haben sich im Jahr 2009 zum Arbeitgeberverband Pflege zusammengeschlossen. Der Verband vertritt die sozialen, wirtschaftlichen und tariflichen Interessen von über dreißig der namhaftesten Unternehmensgruppen der Pflegewirtschaft. Gemeinsam mit den über 7.500 Unternehmen im bpa repräsentiert er rund 240.000 Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter. Der Verband setzt sich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Pflege ein.

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