Tarifpolitik aktiv mitgestalten

Hohe Qualität braucht tarifliche Rahmenbedingungen

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) ist seit 2009 die politische, wirtschaftliche und tarifliche Interessensvertretung der namhaftesten und umsatzstärksten Unternehmensgruppen der deutschen Pflegewirtschaft. Er ist berufenes Mitglied der Pflege-Mindestlohn-Kommission des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, er hat den Pflegemindestlohn entscheidend mit auf den Weg gebracht, und er ist Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Der Verband tritt für die Geschlossenheit der Branche ein und kooperiert in tariflichen-, politischen und wirtschaftlichen Fragen mit den wesentlichen Vertretern der Sozialwirtschaft und branchennahen Unternehmen.

Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit ist eine Bündelung der Kräfte wichtig. Stationäre und ambulante Pflegeunternehmen repräsentieren eine Zukunftsbranche und müssen sich in die Gestaltung dieser Zukunft einbringen.

Der Arbeitgeberverband Pflege schafft die Voraussetzung, um die tarifpolitische Debatte aktiv zu begleiten. Er setzt sich dafür ein, auch tarifpolitisch die Rahmenbedingungen zu schaffen, die die hohe Qualität der Pflege in Deutschland sichern und weiter ausbauen.

Pflege muss zukunftsfähig gestaltet werden. Dazu gehört, dass Pflege finanzierbar bleibt. Eine verantwortungsvolle Lohnpolitik ist nötig. Der Arbeitgeberverband Pflege sieht den aktuellen Mindestlohn, von dem vor allem Pflegehilfskräfte profitieren, von 10,20 Euro in den alten und 9,50 Euro in den neuen Bundesländern als fair und angemessen an, zumal weitere Steigerungen bereits beschlossen sind. Doch auch der Pflegemindestlohn muss durch die Pflegekassen fair refinanziert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Versorgungslücken entstehen.

Der Mindestlohn wird in den neuen Bundesländern ab Januar 2018 auf 10,05 Euro, ab Januar 2019 auf 10,55 und ab Januar 2020 auf 10,85 Euro steigen. In den alten Bundesländern steigen die Löhne ab Januar 2018 auf 10,55 Euro, ab Januar 2019 auf 11,05 und ab Januar 2020 auf 11,35 Euro.