Der Arbeitgeberverband Pflege will den Personalmangel in der Pflegebranche stoppen. Thomas Greiner, Vorsitzender des Verbands, forderte jetzt in Berlin konkrete Lösungen: "Aufgrund der rasanten demografischen Entwicklung brauchen wir immer mehr qualifizierte Arbeitskräfte. Eine Greencard für Pflegefachkräfte aus Nicht-EU-Ländern wäre die richtige Konsequenz, um den steigenden Bedarf zu decken. Und zwar mit den in Deutschland üblichen Löhnen und den hier gültigen Qualitätsstandards."
Durch den demografischen Wandel wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln: Jeder dritte Einwohner in Deutschland wird älter als 60 Jahre sein. Friedhelm Fiedler, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitsgeberverbands, betont: „Die Pflege leistet einen zentralen Beitrag für unsere Gesellschaft. Wir müssen das Ansehen der Branche stärken und den Wert thematisieren, den Pflege hat.“ Seit dem 1. Januar 2010 definiert ein Tarifvertrag für alle ungelernten Kräfte der Mitgliedsunternehmen eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten Deutschlands. Eine zentrale Forderung des Verbands: Verbesserte Weiterbildungsmöglichkeiten, um den Beschäftigten in der Pflege größere Perspektiven und Aufstiegschancen zu eröffnen. Eine breit angelegte Imagekampagne soll zukünftig das Ansehen der Branche stärken.
Vergangenen Mittwoch hatte der Arbeitgeberverband Pflege Medienvertreter zu einem Pressefrühstück in die Berliner Pro Seniore Residenz Kurfürstendamm eingeladen. Nach dem Gespräch mit Thomas Greiner und Friedhelm Fiedler ermöglichte ein Rundgang durch die Residenz am Kurfürstendamm den Blick hinter die Kulissen und in den Alltag einer modernen Pflegeeinrichtung. Weitere Pressefrühstücke folgen.
Auswahl der Medienberichte:
WirtschaftsWoche online - Pflegeverband fordert Greencard für Pflegekräfte
Märkische Allgemeine - Pflegefirmen fordern Mindestlohn
kma-online - Pflegefirmen fordern Mindestlohn