Dies auch ohne Mandat und Mehrheit durch die befragten Pflegefachkräfte.
„Ministerin Alheit lässt die Meinungsbildung rund um die eventuelle Gründung einer Pflegekammer immer mehr zu einer Provinzposse verkommen. Es wird verschwiegen, getrickst und eine Minderheit der Befürworter zu einer Mehrheit umgedeutet.
Da soll eine Kammer als Versorgungswerk für Verbandsfunktionäre und ausrangierte Landesregierungsbeamte geschaffen werden, die ein Betätigungsfeld suchen“, kritisiert Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege.
Im Verlauf der Pflegekammerkonferenz sprachen vor allem der Geschäftsführer der Landesärztekammer Schleswig-Holstein, Dr. med. Carsten Leffmann, und die Präsidentin der schleswig-holsteinischen Psychotherapeutenkammer, Juliane Dürkop.
Auf Nachfrage mussten beide jedoch einräumen, dass sich nur eine Minderheit der Mitglieder aktiv am Kammergeschehen beteiligt und dass die Kammern von ihren Mitgliedern vor allem als kostenintensive Bürokratiemaschinen wahrgenommen werden.
„Die Gründung einer Kammer bedeutet für die Pflegekräfte: Zwangsmitgliedschaft, Zwangsbeiträge, Zwangskontrolle und Zwangsfortbildung. Unseres Wissens nach betragen die jährlichen Kosteneiner Mitgliedschaft in der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein rund 300 Euro jährlich. Unmöglich bezahlbar für Pflegekräfte. Angesichts der gestrigen Pflegekammer-Konferenz wird man an nordkoreanische Verhältnisse erinnert. Auch da bringen die Regierenden ihr Jubelvolk gleich mit“,
so Thomas Greiner.