Dazu Friedhelm Fiedler, Vizepräsident beim Arbeitgeberverband Pflege: ,,Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Verordnung noch vor der parlamentarischen Sommerpause von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. So bleibt wenig Zeit, um ernsthaft notwendige Korrekturen vorzunehmen.“
Ein Rahmenlehrplan soll erst im nächsten Jahr vorliegen, die Finanzierungsverordnung steht noch aus. Und beim Geld für die geplanten Ausbildungs-Fonds wird es noch gehörig krachen, einige Bundesländer haben das schon angedeutet. Fiedler weiter: ,,Die Einwände vor allem, aber nicht nur aus der Altenpflege, das hat die Anhörung gezeigt, sind eklatant. Die Träger sind zum Beispiel für die Bereitstellung aller Praxiseinsätze verantwortlich. Es müssen entsprechende Kooperationsverträge abgeschlossen werden. Wie aber soll das funktionieren, wenn schon heute absehbar ist, dass für den Pflichteinsatz Kinderkrankenpflege bundesweit auch nicht ansatzweise genügend Praxisplätze zur Verfügung stehen, die künftig auch alle angehenden Altenpfleger durchlaufen müssen? Und auch das wurde mit der Anhörung deutlich: Die Anerkennung eines Helfer- oder Assistenzabschlusses nach Absolvierung der Zwischenprüfung wird von den Ländern vehement abgelehnt. Viele der Auszubildenden, die das neue, in Teilen überzogen anspruchsvolle Ausbildungsniveau nicht schaffen, stehen dann womöglich mit leeren Händen da. Wir fordern von der Politik in Zeiten wachsender Personalsorgen: Nehmen Sie sich mehr Zeit für dieses wichtige Vorhaben. Machen Sie die vielen Ausbildungserfolge der Vergangenheit nicht mutwillig kaputt.“