Pressemitteilung

Steigende Eigenanteile: Verschiebung der Pflegereform bietet Chance für Kostensenkung

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) fordert, die Verschiebung des Pflegeneuordnungsgesetzes für Nachbesserungen zu nutzen. Steigende Kosten für Pflegebedürftige, Beitragszahlende und Kommunen sind kein Naturgesetz, eine kostengünstige Pflege ist möglich.

Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Steigende Eigenanteile dürfen nicht länger behandelt werden wie ein Naturgesetz. Pauschale Vergütungsdeckel für die Einrichtungen sind keine Lösung, Kosten auf Pflegebedürftige abzuwälzen auch nicht. Statt eine kostengünstigere Pflege zu ermöglichen, wird sie politisch verteuert – damit muss Schluss sein.

Solange starre Personal- und Bauvorgaben die Kosten treiben, werden auch die Eigenanteile weiter steigen. Wer bezahlbare Pflege will, muss diese Kostentreiber angehen: volle Flexibilität beim Personaleinsatz ermöglichen und die Axt an Detailsteuerung und überflüssige Vorgaben legen. Die Verschiebung der Pflegereform bietet die Chance für eine Kostensenkung.“

 

Hintergrund

Nach Angaben des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung im ersten Jahr eines Pflegeheimaufenthalts inzwischen bei 3.364 Euro im Monat. Das sind 119 Euro mehr als zu Jahresbeginn. Vor drei Jahren lag der Wert noch bei 2.548 Euro – ein Anstieg um knapp ein Drittel.

Die Eigenbeteiligung umfasst den pflegebedingten Eigenanteil, Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten für Bau und Instandhaltung der Einrichtung.

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